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Tesla bereitet Börsengang in den USA vor

Zum ersten Mal seit über 50 Jahren wagt sich wieder ein US-Autobauer an die Börse. Der Daimler-Partner Tesla Motors erhofft sich einen dreistelligen Millionenbetrag. Der Elektrosportwagen-Hersteller Tesla will an die Börse. Mit der geplanten Emission will das Unternehmen aus Kalifornien bis zu 100 Millionen Dollar einnehmen. Entsprechende Pläne hat Tesla jetzt bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht, Zeitpunkt und Umfang des Börsengangs sind allerdings noch offen. Die Bedeutung dieses Schritts geht weit über das kleine Startup-Unternehmen hinaus, denn die Zukunft von Elektroautos ist auch unter Investoren umstritten. In den nächsten Jahren wird kaum ein Hersteller damit Geld verdienen können, Autos mit Elektroantrieb auf den Markt zu bringen. Zu teuer sind die Batterien, zu hoch die Entwicklungskosten. Der Kauf von Tesla-Aktien wäre daher eher eine Wette auf den mittel- und langfristigen Durchbruch der Technologie - und auf steigende Benzinpreise. Ein erfolgreicher Börsengang von Tesla dürfte daher die gesamte Branche bestärken, weiter in Elektroautos und vor allem in die Batterieentwicklung zu investieren.

Über die Allianz mit dem deutschen Autobauer Daimlerhat sich Tesla bereits einen großen Partner gesichert, der die nötige Stabilität und das Know-how im Automobilbau bietet. Daimler beteiligt sich zurzeit, ebenso wie andere große Autokonzerne, an verschiedenen Firmen, die sich auf die Entwicklung von Batterien und Elektroautos spezialisiert haben. Die Konzerne, die gleichzeitig auch an der Hybridtechnologie, Erdgasfahrzeugen und Brennstoffzellen arbeiten, wollen damit verhindern, dass sie den Durchbruch der Elektroautos verpassen. Bislang ist Tesla, ebenso wie der kalifornische Erzrivale Fisker, von diesem Durchbruch allerdings noch weit entfernt. Mit einem sportlichen Roadster macht das Unternehmen seit seiner Gründung vor sechs Jahren auf sich aufmerksam. Das Auto kostet in den USA 109.000 Dollar und wurde bislang fast 1000-mal verkauft. Über prominente Kunden hat sich Tesla damit einen Namen gemacht, Geld verdient die Firma damit aber nicht. Insgesamt hat Tesla seit 2003 mehr als 230 Millionen Dollar Verlust gemacht. Allein in diesem Jahr sollen weitere 125 Millionen Dollar in den Ausbau der eigenen Werke investiert werden. Ebenso wie Fisker lebt Tesla bislang vor allem von prominenten Investoren wie den Google-Gründern Sergey Brin und Larry Page und von Förderdarlehen der Regierung. Washington unterstützt Tesla mit insgesamt 465 Millionen Dollar. Auch und Nissan erhalten entsprechende Fördermittel, die Verhandlungen mit Fisker laufen noch.

Für 2012 hat Tesla die Markteinführung eines Familienautos angekündigt, das abzüglich eines Steuernachlasses der Regierung immer noch 50.000 Dollar kosten wird und damit deutlich über vergleichbaren Modellen mit Benzinmotor liegt. Das Auto soll über 400 Kilometer mit einer Batterieladung fahren können und muss anschließend über drei bis fünf Stunden aufgeladen werden. Bislang ist die Reichweite eines der zentralen Probleme von Elektroautos. 2000 Bestellungen für dieses Modell liegen bereits vor. Einen Einbruch beim Absatz des Roadster erwartet Tesla im kommenden Jahr. Dann soll die Produktion gestoppt werden. "Unser Verkauf könnte signifikant zurückgehen", heißt es in den Unterlagen, die Tesla bei der SEC eingereicht hat. "Wir haben nicht vor, die aktuelle Generation des Roadster weiter anzubieten." Zur Begründung nennt Tesla die Umrüstung bei einem der Zulieferer. In welcher Form der Roadster in Zukunft angeboten werden soll, ist noch unklar.

Quelle:www.wattgehtab.com
Autor: Marc Kudlig

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