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GM zeigt selbstfahrendes Elektroauto

Auf der World Expo 2010 in Shanghai zeigt General Motors mit dem EN-V Concept ein nur 1,5 Meter kurzes Elektroauto in drei Designausführungen. Auf Wunsch fährt der Stromer komplett automatisch, wodurch Unfälle verhindert werden sollen. Den EN-V Concept entwickelte General Motors gemeinsam mit der Shanghai Automotive Industry Corp. Group (SAIC). Ziel war es, ein Fahrzeug für den urbanen Verkehr zu konstruieren, das ohne lokale Emissionen auskommt und möglichst wenig Parkraum beansprucht.

Der nur 1,5 Meter lange und rund 400 Kilogramm leichte EN-V soll sich durch seine Wendigkeit und seinen umweltfreundlichen Antrieb auszeichnen. Laut GM soll der Wendekreis mit nur 1,74 Metern um ein Vielfaches kleiner ausfallen als bei herkömmlichen Autos. Parkproblemen in Großstädten tritt das Konzeptfahrzeug mit seinen äußerst kompakten Abmessungen entgegen. Für Vortrieb sorgen zwei Elektromotoren, die unabhängig voneinander jeweils ein Rad antreiben und es auf 440 Nm und 18 kW bringen. Mit einer vollen Ladung der Lithium-Ionen-Batterien soll der bis zu 40 km/h schnelle EN-V Concept maximal 40 Kilometer zurücklegen können. Dabei bietet er Platz für zwei Personen und leichtes Gepäck. Als Basis dient die Plattform des von Segway entwickelten Personal Urban Mobility and Accessibility (P.U.M.A.), den GM und Segway 2009 vorgestellt hatten. Wie beim PUMA werden auch im EN-V Concept Gaspedal und Lenkung per Drive-by-Wire-Technologie gesteuert.

Die Abkürzung EN-V steht dabei für Electric Networked Vehicle. Denn das Konzeptfahrzeug, welches General Motors in Shanghai in drei Designausführungen präsentiert, kann mit anderen Fahrzeugen und mit seiner Umgebung kommunizieren. Dadurch soll nicht nur ein soziales Netzwerk zwischen den einzelnen Fahrern entstehen. Der EN-V navigiert auf Wunsch auf der schnellsten Route zum Ziel, wodurch Staus reduziert werden sollen, und sucht bei Bedarf automatisch die nächste Ladestation.
Der wahre Clou des Konzeptfahrzeugs ist jedoch seine Fähigkeit, rein automatisch fahren zu können. Mittels zahlreicher Sensoren nimmt der EN-V seine Umgebung aktiv wahr und soll so auf alle Gegebenheiten reagieren können. Dadurch sollen Unfälle vermieden werden. Eine ähnliche Technik hatte GM bereits 2007 in einen Chevrolet Tahoe verbaut, der als Testträger für autonomes Fahren diente. Bei der Entwicklung dieser Technologie arbeitet GM im Übrigen mit der Carnegie Mellon Universität in Pittsburgh zusammen.

Die drei in Shanghai präsentierten Konzeptfahrzeuge wurden von unterschiedlichen Designern gezeichnet. Der "Xiao" ("Lachen") entstammt der Feder des GM Holden-Designteams in Australien, die Linienführung des "Jiao" ("Stolz") wurde von GM Europe entworfen und am Kleid des "Miao" ("Magie") durften sich die Designer des General Motors Advanced Design Studio in Kalifornien versuchen. Die Karosserie des EN-V besteht aus Kohlefaser, Lexan und Acryl.

 

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