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Auf Kurzstrecken fährt der Minister ein Elektroauto
Sein Vorgänger Wolfgang Tiefensee setzte auf Wasserstoff-Fahrzeuge, sein Nachfolger hat den Fuhrpark nun um ein Elektroauto erweitert: Für kurze Dienstfahrten nutzt Verkehrsminister Peter Ramsauer, der Schirmherr der Elektromobilitätsmesse eCarTec ist, seit neuestem einen „Smart Fortwo“. Autanken lässt er den Zweisitzer direkt im Ministerium.
Politik wird zwar mit dem Kopf, aber ganz gewiss nicht nur mit dem Kopf gemacht, hat der Soziologe Max Weber einst niedergeschrieben. Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) weiß davon ein Lied zu singen, ist doch Verantwortung das eine, Gesinnung das andere und Vorbildlichkeit das Dritte. Also hat er im Mai, eine Woche nach dem Elektromobilitätsgipfel bei der Kanzlerin, ein Elektroauto in seinen Fuhrpark aufgenommen. Seither gibt sich der Minister vorbildlich. „Ich möchte, dass Elektromobilität im Alltag ankommt – auch bei uns im Ministerium“, sagt er. Das Auto, ein „Smart Fortwo“, nutze er „für kurze Dienstfahrten“, aber natürlich dürften auch die Mitarbeiter damit fahren. Neigt sich die Batterie dem Ende, können die Fahrer sie direkt im Ministerium auftanken – an einer eigens angebrachten Starkstromsteckdose, aus der nach Angaben des Energieversorgers Ökostrom fließt. Ramsauers Verhalten ist den Ministerialen nicht unbekannt: Dessen Vorgänger, Wolfgang Tiefensee von der SPD, setzte auf Wasserstoff-Fahrzeuge, als diese damals in Mode waren, und ergänzte so den Fuhrpark. Mit dem ökologischsten Vehikel, einem Fahrrad, fährt Ramsauer indes nicht, auch wenn das Ministerium einige bereitstellt. Der Minister müsse auch während der Fahrten arbeiten, heißt es zur Begründung. Der Platz dazu ist allerdings im Smart begrenzt: Es ist ein Zweisitzer.
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