Die Diskussion über Elektromobilität hält an, unbestritten wird aber das Durchsetzungstempo progressiv steigen. Bereits in absehbarer Zukunft werden Elektroautos und Elektrofahrräder ihren festen Platz in der allgemeinen Mobilität einnehmen.
Allerdings zeichnet sich schon heute ein „bottle neck“ ab, der die Ambitionen von Industrie und Politik dämpfen könnte. Die gängigen Elektroantriebe sind auf die chemischen Elemente Neodym und Dysprosium angewiesen – besser bekannt mit dem Oberbegriff Seltene Erden. Deren Einsatz als Dauermagnetwerkstoffe in den Motoren ermöglichte die Verbreitung und Etablierung von sogenannten „Permanenterregten Synchronmotoren“. Bei hohen Drehzahlen ergeben sich aber auch steigende Streuverluste mit messbarer Auswirkung auf die Gesamtleistung. Gravierender sind allerdings die globale Knappheit der Seltenen Erden, die überwiegende Konzentration der Vorkommen in China, die damit verbundene risikoreiche Abhängigkeit, der Bedarf in weiteren Schlüsseltechnologien und damit insgesamt eine absehbare Verknappung und als Folge Verteuerung.
Einen neuen Weg gehen deshalb die Entwickler bei BROSE-SEW mit ihrem „Fremderregten Synchronmotor“, der vollkommen auf die knappen und teuren Elemente verzichtet. Sein Gesamtkonzept bietet zudem verblüffende Lösungen für gegenwärtig noch vorherrschende technische Fragen. So entfallen auch Schleifkontakte weshalb der BROSE-SEW-Motor einen wartungsarmen und kostengünstigen Betrieb verspricht. Eine integrierte Leistungselektronik sorgt bei jeder Drehzahl für eine optimale Bestromung - und damit größere Reichweite. Auch auf die üblichen Stecker zwischen Leistungselektronik und E-Motor konnte verzichtet werden. Bedeutsam für die Automobilindustrie sind zudem geringes Gewicht, optimierter Bauraum und der CAN-Bus, der eine problemlose Anbindung an Systemumgebungen erlaubt. Selbst für die leidigen elektromagnetischen Einflüsse auf andere Fahrzeugkomponenten fanden die BROSE-SEW-Entwickler eine elegante Lösung mit einer internen Verkabelung.
Hohe Erwartungen dürfen auf der eCarTec 2012 auch an die Induktive (berührungslose) Ladetechnik gestellt werden, von der die Fachwelt einen wichtigen Impuls für die Durchsetzung der E-Mobilität erwartet.





