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03. April 2012

Elektromobilität beginnt in der Schule


Die Realschule plus in Prüm hat mit Unterstützung des Energieversorgers RWE und der Volksbank Eifel Mitte e. G.-Stiftung beschlossen, den Elektroscooter „esee-Rider“ anzuschaffen.

Die schulischen Einsatzmöglichkeiten des „esee-Riders“ sind durch seine innovative Technik nicht nur auf den Mofa-Kurs beschränkt. Sowohl der Physikunterricht als auch der Wahlpflichtbereich Technik und Naturwissenschaften profitieren vom „esee-Rider“ als praktischem Anschauungs- und Versuchsobjekt.

Aus schulischer Sicht stellt sich für die zukünftigen Autofahrer die Frage: Wie können wir Kinder und Jugendliche altersgemäß an die Elektromobilität heranführen?  
Mit diesem Thema haben sich in den letzten Monaten mit Unterstützung der Kreisverkehrswacht Bitburg-Prüm sowohl schulische Verkehrserzieher als auch Verkehrssicherheitsberater der Polizei in der Region Trier beschäftigt. Eine Antwort liegt in der schulischen Verkehrserziehung, die u. a. als sogenanntes Querschnittsthema integrativer Bestandteil jedes Faches ist.

Darüber hinaus bereiten sich jedes Jahr Schülerinnen und Schüler in schulischen Mofa-Kursen auf die TÜV-Prüfung zur Erlangung der Mofa-Prüfbescheinigung vor. Nach Expertenmeinung kann die Verbindung von technischem Wissen und emotionalen Erfahrungen (Fahrgefühl erleben) dazu beitragen, Kinder und Jugendliche von der Elektromobilität zu begeistern.

Nach dem Willen der Bundesregierung sollen bis zum Jahr 2020 mindestens eine Million Elektroautos auf Deutschlands Straßen fahren. Berücksichtigt man die aktuell niedrigen Verkaufszahlen von Elektroautos ist das sicherlich ein sehr ehrgeiziges Ziel. Die z. Zt. noch hohen Anschaffungskosten für ein Elektroauto sind dabei ein Hauptgrund für die Zurückhaltung der potenziellen Autokäufer. Aber in Anbetracht der Tatsache, dass das Auto immer noch des Deutschen liebstes Kind ist, sind hohe Kosten auch nur die eine Seite der Medaille. Der deutsche Autofahrer bzw. die deutsche Autofahrerin kauft ein Auto nicht nur über den Preis, sondern zum großen Teil auch über Emotionen. Die Begeisterung für ein bestimmtes Fahrzeug spielt nach wie vor eine nicht zu unterschätzende Rolle bei der Kaufentscheidung.

Quelle Realschule Plus