Mitte der 90er Jahre haben Schweizer Elektro-Enthusiasten um Eduard Stolz damit begonnen, öffentlich zugängliche Lademöglichkeiten zu installieren, die gegen eine pauschale Jahresgebühr verwendet werden können. Das Park&Charge-System hat der BSM schon 1997 in Deutschland eingeführt und zum einzigen internationalen und weitest verbreiteten Anbieter gemacht.
Wenn der BSM diesen Sommer in Berlin gemeinsam mit seinem Mitgliedsunternehmen Lautlos durch Deutschland eine Säule vor dem CEE Center Erneuerbare Elektromobilität im öffentlichen Straßenraum aufstellen lässt, könnte damit die 1000. Ladestation eröffnet werden. Dann wäre eine eindrucksvolle Zahl erreicht - immerhin geht der Bundesverband der Energiewirtschaft (BDEW) von insgesamt nur 2.250 Ladestationen im öffentlichen Raum aus. Die Park&Charge-Säulen, die weit überwiegend zwar öffentlich zugänglich sind, aber auf privatem Grund stehen, tauchen in dieser Statistik nicht auf. In dem zentralen und ebenfalls seit Mitte der 90er Jahre begonnen Ladesäulen-Verzeichnis www.LEMnet.org werden in Deutschland aktuell 2678 Ladesäulen gezählt, einschließlich der Park&Charge-Stationen.
Eine Park&Charge-Ladesäule kostet z.Z. etwa 1.500,- EUR, die Wallbox ist ab gut 500,- EUR zu haben. Sie enthalten mehrere Steckdosen, je nach Version Schuko, Typ1 oder Typ2. Mit einer Metalltür werden die Anschlüsse gegen Vandalismus und Diebstahl, aber auch gegen Wettereinflüsse gesichert. Den Schlüssel zu der Metalltür erhält jeder Nutzer gegen eine Pfandgebühr beim BSM eV und dieser legt davon Anteile an regenerativen Energieerzeugungen an. Die Teilnahme an dem Park&Charge-System kostet abhängig von dem genutzten Fahrzeug zwischen 15,- und 50,- EUR jährlich. Mit dieser Pauschale sind jegliche Stromkosten abgegolten.