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< BROSE- SEW ELEKTROMOBILITÄTS GmbH & Co KG: Keine knappe Zukunft
27. March 2012 09:13 Age: 1 year
Category: News

Vorteile von Stahl in Elektroautos



Bei allen Bemühungen um leichte, innovative Werkstoffe bleibt Stahl für Elektroautos im Jahr 2012 unverzichtbar. Das geht aus diversen Studien hervor, welche die Effizienz der Karosserieherstellung, das Gewicht der Karossen und die Kostenfaktoren miteinander ins Verhältnis setzen. Bewährte Werkstoffe kompensieren am ehesten die Gewichts- und Kostensteigerung durch den Einsatz der Lithium-Ionen-Akkus.

Batteriegewicht als Reichweitenfaktor

Das Gewicht der Batterien in den meisten serientauglichen Elektroautos des Jahres 2012 liegt zwischen 200 bis 250 kg. Dadurch wird die Reichweite noch weiter begrenzt, die ohnehin selten über 200 km hinausreicht. Theoretisch sind aktuelle E-Cars damit allerdings den Anforderungen urbaner Mobilität voll gewachsen, denn die Statistik weist ein Tagespensum von 40 km im Schnitt bei einer Parkdauer von mehr als vier Stunden hintereinander auf. Das ist der Büro- und Werkarbeiter, der sich durch den morgendlichen und nachmittäglichen Stau quält und dann sein Fahrzeug auf dem Firmenparkplatz stehen lässt. Dort kann es bequem aufgeladen werden. Eigentlich gibt es also kein Problem mit der Reichweite, sondern vielmehr mit den Kosten der Fahrzeuge. Allein der Batteriepreis liegt im deutlich vierstelligen und manchmal fünfstelligen Bereich, was die Serienreife von Elektroautos erheblich verzögert.

Notwendiger Einsatz von Stahl

Eine kühle Kalkulation sagt nun aus, dass teure Maßnahmen zur Gewichtsreduktion - etwa durch eine Carbonkarosse - zwar schick und modern wirken und in Zukunft sicher zum Tragen kommen (könnten), gegenwärtig aber den Preis des Autos so sehr steigen lassen würden, dass es für den Normalverbraucher uninteressant wird. Nur durch eine Massenproduktion von Karosserien aus Stahl kann sich jedoch die Technologie letztendlich durchsetzen. Es sind nicht nur die Kosten für innovatives Material, auch die Herstellung von Carbonkarossen führt zu wesentlich längeren Taktzeiten und senkt damit die Produktionszahlen. Zudem müssen in den Werkshallen parallele Taktstraßen aufgebaut werden. Das alles spricht keinesfalls gegen die Innovationen, die zu leichteren Materialien führen sollen. Im Flugzeugbau beginnen diese sich gerade kommerziell durchzusetzen, wie die Airbus-Technologien seit dem A 380 beweisen. Es geht aber in der Automobilproduktion um die Massenherstellung in Millionen-Stückzahlen, wofür bislang auf bewährtes Material und die entsprechende Technologie zurückgegriffen werden muss - gerade damit Elektromobilität eine ernsthafte Chance erhält.

Quelle: www.elektroauto-nachrichten.de