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27. April 2011 08:43 Age: 3 yrs
Category: News

Ford gibt weitere Einblicke in seine Elektrifizierungsstrategie


Ford will die Energieeffizienz seiner Fahrzeugflotte weiter steigern. Dabei sollen vom „einfachen“ Start-Stop-System über den Plug-in-Hybrid bis hin zum rein elektrisch betriebenen Fahrzeug alle Stufen der Elektrifizierung abgedeckt werden. Auch im Bereich der Brennstoffzelle als Alternative zur Batterie oder als Range Extender führt Ford sein Engagement weiter und gewährte hier Einblicke in aktuelle Forschungen etwa bei der Wasserstoff-Tankgröße. Für Europa sind bis 2013 fünf elektrifizierte Fahrzeuge geplant, wie Ford im Rahmen eines Workshops zur Elektromobilität in seinem europäischen Entwicklungszentrum in Aachen am 14. April mitteilte.

Im Sommer 2011 soll zunächst der Transit Connect Electric auf den Markt kommen. Der Kleintransporter, der in Zusammenarbeit mit Azure Dynamics entwickelt wurde und eine 28-kWh-Li-Ionen-Batterie von Johnson Controls-Saft als Energiespeicher nutzt, soll eine Reichweite von bis zu 130 km erreichen. Laut Datenblatt wird das Fahrzeug eine Ladekapazität von 500 kg netto haben. 20 Exemplare des Transit werden bereits von der norwegischen Post im Alltag eingesetzt. Bei einer Testfahrt fiel, neben dem problemlosen Fahrverhalten und der sehr guten konstanten Beschleunigung, lediglich ein relativ hohes Geräuschniveau des Elektromotors und der Servopumpe auf, das wahrscheinlich auf im Vergleich zu stärker komfortbetonten Fahrzeugen relativ geringe Dämmung zurückzuführen ist. 2012 soll dann der Focus Electric als erster rein elektrischer PKW des Konzerns auf den europäischen Markt kommen. 136 km/h soll der Kompaktwagen mit einem stufenlosen Getriebe erreichen und eine maximale Reichweite von 160 km ermöglichen. Ein Ladevorgang wird dabei drei bis vier Stunden an einer haushaltsüblichen Steckdose in Anspruch nehmen. Über den Preis gibt es bislang allerdings keine Angaben.

Im Jahr 2013 sollen dann die ersten Hybridmodelle in Gestalt des C-MAX Hybrid und des C-MAX Energi, einem Plug-in Hybrid, sowie einem noch nicht näher bestimmten Plug-in-Mittelklassehybrid auf den europäischen Markt kommen. Der C-MAX Energi soll mit Elektro- und Benzinmotor eine Gesamtreichweite von über 800 km erreichen. Einen ersten Vorgeschmack auf die kommenden Hybridmodelle konnte Wattgehtab bei einer Testfahrt des Ford Fusion Hybrid bekommen. Das Mittelklassemodell, das in den USA bereits seit einiger Zeit auf dem Markt ist und über einen 2,5-Liter Benzinmotor im Atkinson-Zyklus und 155 PS sowie einen 40-PS Elektromotor verfügt, verbraucht nach dem amerikanischen Messzyklus 6,0 Liter auf 100 km, wurde aber mit ökonomischem Fahrstil bereits mit 2,9 Liter auf 100 km betrieben, so Ford. Der Fusion zeichnet sich durch exzellente Geräuschdämmung aus: Beim elektrischen Anfahren, das bei sanftem Gasfuß bis etwa 40 km/h reicht, fährt der Wagen so gut wie lautlos, bis sich der Benzinmotor fast unmerklich und ruckfrei dazu schaltet. Auf der kleinen Testrunde in Aachen erreichte der Wagen einen Verbrauch von 4,8 l/100 km.

Ford erwartet, bis 2015 etwa 2-5% elektrifizierte Fahrzeuge zu verkaufen, 2020 soll der Anteil batterieelektrisch betriebener und Hybridfahrzeuge bei 10-25% liegen. Beim Hybridantrieb liegt dabei der Fokus nicht in erster Linie auf der rein elektrisch zu erreichenden Reichweite, sondern auf der Steigerung der Effizienz des Gesamtantriebs, so Peter Schmitz, Leiter Elektrofahrzeuge von Ford Europa. Mit mehr als 170.000 Hybridfahrzeugen auf den Straßen ist Ford der weltweit zweitgrößte Anbieter von Fahrzeugen mit der Kombination aus Verbrennungs- und Elektromotor.

 

Quelle: www.wattgehtab.com