Wissenschaftlern vom Institut für Energie- und Klimaforschung des Forschungszentrums Jülich ist es gelungen, Brennstoffzellen mit einer Mindestlaufzeit von fünf Jahren oder umgerechnet 40.000 Stunden zu entwickeln.
Diese Laufzeit ist Voraussetzung für einen wirtschaftlichen Betrieb in ortsfesten Anwendungen wie Wohnhäusern oder Industrieanlagen. Im Moment wird der neue Brennstoffzellentyp noch im Labor betrieben, doch er besitzt bereits alle Komponenten, die für ein kommerzielles Produkt nötig sind. Bevor das System im Regelbetrieb eingesetzt werden kann, müssen die Wissenschaftler das System noch unter Alltagsbedingungen testen und die Herstellungskosten senken.
Die Langlebigkeit der Jülicher Brennstoffzellen hängt unter anderem mit der relativ schonenden Betriebstemperatur von 700 Grad Celsius zusammen. Normalerweise arbeiten Festoxid-Brennstoffzellen bei über 800 bis 1000 Grad Celsius. Neben Strom können solche Systeme durch ihre Abwärme auch Heizenergie für private Haushalte oder die Industrie liefern.